Motorrad-Rucksäcke im Vergleich: 5 Modelle von 45 bis 255 €
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Motorrad-Rucksäcke im Vergleich: 5 Modelle von 45 bis 255 €

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Dominik Weber Gründer & Chefredakteur

Seit über 15 Jahren auf zwei Rädern unterwegs. Erfahrener Biker und Technik-Enthusiast. Fährt eine KTM 890 Adventure, Triumph Tiger 800 XCA und aktuell eine KTM 690 SMCR. Schreibt aus Leidenschaft – und weil er es hasst, wenn Affiliate-Seiten den Lesern keinen echten Mehrwert bieten.

Überblick: Welcher Motorrad-Rucksack passt zu dir?

Ein Motorrad-Rucksack gehört zu den unterschätzten Ausrüstungsstücken. Er transportiert nicht nur deine Sachen von A nach B, sondern muss dabei Windgeschwindigkeiten von 150 km/h standhalten, Regenschauern trotzen und darf dich beim Fahren nicht einschränken. In diesem Motorrad-Rucksack Vergleich nehme ich fünf Modelle unter die Lupe, die unterschiedlicher kaum sein könnten: vom 45-Euro-Budget-Rucksack bis zum 255-Euro-Premium-Modell.

Die Auswahl umfasst den SW-Motech Daily WP 22L als Testsieger, den OG Original GetAway 35L als Preis-Tipp, den robusten Büse Rucksack 30L, den Premium-Tourenrucksack Kriega R25 und den günstigen HYC00 Motorradrucksack für Einsteiger. Die Vergleichstabelle oben zeigt dir die wichtigsten Eigenschaften auf einen Blick — von Volumen über Wasserdichtigkeit bis zum Verschluss.

Der Testsieger ist der SW-Motech Daily WP 22L. Er überzeugt durch die beste Materialqualität aus verschweißtem TPU, ist zu 100 Prozent wasserdicht und bietet als einziger im Feld ein herausnehmbares Laptopfach. Der Preis-Tipp geht an den OG Original GetAway 35L — für nur rund 52 Euro bekommst du 45 Liter Volumen, ein Helmfach und eine robuste Hartschale. Das ist ein unschlagbarer Gegenwert.

SW-Motech Daily WP 22L — Der Premium-Allrounder

Der SW-Motech Daily WP 22L ist mein Testsieger in diesem Motorrad-Rucksack Vergleich, und das aus gutem Grund. SW-Motech ist ein deutscher Hersteller, der sich auf durchdachtes Motorrad-Zubehör spezialisiert hat — und diese Expertise merkt man dem Daily WP in jedem Detail an.

Das Herzstück ist das Material: Der Rucksack besteht aus verschweißtem TPU (Thermoplastisches Polyurethan), das zu 100 Prozent wasserdicht ist. Kein beschichtetes Gewebe, kein wasserabweisender Sprühnebel — sondern eine echte Wassersperre, die auch Starkregen standhält. Der Rolltop-Verschluss sorgt dafür, dass auch die Öffnung kein Schwachpunkt ist. Wer schon einmal mit nasser Kleidung am Ziel angekommen ist, weiß, wie wichtig dieses Detail ist.

Mit 22 Litern Volumen ist der Daily WP ein klassischer Tagesrucksack. Für Pendler, die Laptop und Wechselkleidung transportieren, ist das ausreichend. Für Wochenendtouren wird es allerdings knapp — hier empfehle ich eher den OG Original GetAway mit 35 bis 45 Litern. Dafür glänzt der SW-Motech mit einem herausnehmbaren Laptopfach für Notebooks bis 15 Zoll. Das ist ein Feature, das vielen Konkurrenten fehlt und den Rucksack für den Alltag attraktiv macht.

Das Molle-System an der Außenseite erlaubt die individuelle Erweiterung mit zusätzlichen Taschen oder Befestigungen. Wer den Rucksack an seine Bedürfnisse anpassen will, hat hier alle Freiheiten. Das ergonomische Gurtsystem mit Brust- und Hüftgurt sorgt dafür, dass der Rucksack auch bei sportlicher Fahrweise nicht verrutscht.

Kritikpunkte gibt es beim Gewicht: Mit 1,7 kg ist der SW-Motech einer der schwereren Rucksäcke im Vergleich. Auch der fehlende Helmtransport wird von einigen Fahrern vermisst. Und mit rund 140 bis 160 Euro ist er nicht gerade ein Schnäppchen — aber für diese Materialqualität ist der Preis gerechtfertigt.

Fazit: Wenn du einen wasserdichten, durchdachten Rucksack für den täglichen Einsatz suchst und bereit bist, Premium-Qualität zu bezahlen, ist der SW-Motech Daily WP die beste Wahl.

OG Original GetAway 35L — Das Preis-Leistungs-Wunder

Der OG Original GetAway 35L ist die Überraschung in diesem Vergleich. Mit rund 52 Euro ist er nicht nur der günstigste Rucksack mit Full-Feature-Ausstattung, sondern erreicht auch dieselbe Punktzahl wie der mehr als doppelt so teure SW-Motech. Wie passt das zusammen?

Die Antwort liegt im Konzept: Der OG Original setzt auf eine Hartschalen-Konstruktion statt auf ein reines Weichschalen-Design. Das schützt empfindliche Ausrüstung wie Kameras oder Tablets deutlich besser vor Stürzen und Schlägen. Mit 35 Litern Volumen, die sich auf 45 Liter erweitern lassen, bietet er zudem fast doppelt so viel Stauraum wie der SW-Motech — bei weniger als der Hälfte des Preises.

Das Highlight für viele Biker: das integrierte Helmfach. Du kannst deinen Helm am Zielort einfach am Rucksack befestigen und hast die Hände frei. Ein Helmnetz für das Außennetz ist ebenfalls dabei. Dazu kommt ein Anti-Diebstahl-Fach, das Wertsachen auf Rastplätzen sicher verstaut, und durchgehende Reflektoren für bessere Sichtbarkeit bei Nacht.

Wo liegt der Haken? Der OG Original ist wasserabweisend, aber nicht zu 100 Prozent wasserdicht. Er nutzt einen Reißverschluss statt eines Rolltops, und das bedeutet, dass bei starkem Regen Feuchtigkeit durchdringen kann. Wenn du eine Regenproof-Lösung brauchst, müsstest du eine zusätzliche Regenhülle verwenden. Auch die Materialqualität ist eine Klasse unter dem SW-Motech — das spürt man an den dünneren Gurten und der weniger edlen Verarbeitung.

Trotzdem ist der Preis-Leistungs-Sieg unbestritten. Für 52 Euro bekommst du einen Rucksack mit Hartschale, Helmtransport, 45 Litern Maximalvolumen und Reflektoren. Das ist ein unschlagbarer Gegenwert.

Fazit: Wenn du das meiste Volumen und die meisten Features pro Euro suchst, ist der OG Original GetAway die klare Wahl. Für absolute Wasserdichtigkeit müsstest du allerdings zum SW-Motech oder Büse greifen.

Büse Rucksack 30L — Der robuste Praktiker

Der Büse Rucksack 30L ist der Underdog in diesem Vergleich und belegt Platz 3. Büse ist eine deutsche Marke, die für praktisches Motorrad-Zubehör ohne Schnickschnack steht — und genau das liefert dieser Rucksack.

Das Material ist Tarpaulin — besser bekannt als LKW-Plane. Das bedeutet 100-prozentige Wasserdichtigkeit bei gleichzeitig extremer Robustheit. Der Rollverschluss hält die Öffnung dicht, und die verschweißten Nähte lassen keine Feuchtigkeit durch. Bei Starkregen musst du dir keine Sorgen um den Inhalt machen.

Mit 880 Gramm ist der Büse der zweitleichteste Rucksack im Vergleich — nur der HYC00 ist mit 730 g noch leichter. Dieses geringe Gewicht macht sich besonders auf längeren Touren bemerkbar, wenn jeder Gramm zählt. Die Kompressionsgurte erlauben es, den Rucksack bei geringerer Beladung kompakt zu halten, damit nichts klappert oder flattert.

Der Brust- und Hüftgurt sorgt für einen sicheren Sitz. In Kurven und bei sportlicher Fahrweise bleibt der Rucksack an Ort und Stelle — ein wichtiges Sicherheitskriterium. Mit 30 Litern Volumen trifft er den Sweet Spot zwischen Tagesausflug und Wochenendtour.

Die Schwächen liegen im Detail: Es gibt kein Laptopfach, was den Büse für Pendler weniger attraktiv macht. Auch ein Helmfach fehlt, und Reflektoren sucht man vergebens. Das ist schade, denn gerade bei einem günstigen, robusten Allrounder würden diese Features den Alltag deutlich erleichtern. Die Verarbeitung ist ordentlich, aber nicht auf dem Niveau von SW-Motech oder Kriega.

Fazit: Der Büse Rucksack 30L ist die beste Wahl für Fahrer, die einen absolut wasserdichten, leichten und robusten Rucksack suchen — ohne Schnickschnack, dafür mit ehrlicher Tarpaulin-Qualität zu einem fairen Preis.

Kriega R25 — Der Premium-Tourenrucksack

Der Kriega R25 ist das teuerste Modell in diesem Motorrad-Rucksack Vergleich — und gleichzeitig der Rucksack für Anspruchsvolle. Kriega ist eine britische Marke, die in der Motorrad-Szene für kompromisslose Qualität bekannt ist. Wer einen Kriega kauft, kauft nicht nur einen Rucksack, sondern ein Langlebigkeitsversprechen.

Das Material ist Cordura, eines der abriebfestesten Gewebe auf dem Markt. Kriega verwendet hier kein einfaches Nylon, sondern hochwertige Gewebe, die auch nach Jahren intensiver Nutzung nicht reißen oder ausfransen. Die Verarbeitung ist auf einem Niveau, das in diesem Vergleich unübertroffen ist. Jede Naht, jeder Gurt und jede Schnalle wirkt auf Jahrzehnte berechnet.

Mit 25 Litern Volumen (20 Liter Hauptfach plus 5 Liter Frontfach) ist der R25 für eine Tages- bis Halbtagestour ausgelegt. Das Hauptfach ist wasserdicht mit Rolltop-Verschluss verschlossen. Das Frontfach bietet Platz für Dinge, die du schnell greifen willst — Werkzeug, Snacks oder Dokumente.

Eine Besonderheit ist die Hydrapak-Kompatibilität. Du kannst ein Trinksystem einbauen und während der Fahrt trinken, ohne anhalten zu müssen. Für Tourenfahrer, die lange Strecken ohne Pausen zurücklegen, ist das ein wertvolles Feature. Reflektoren sind ebenfalls vorhanden.

Der Tragekomfort ist hervorragend. Das Gurtsystem verteilt das Gewicht optimal auf Rücken und Schultern, und auch bei hohen Geschwindigkeiten bleibt der Rucksack ruhig. Hier merkt man den Unterschied zu günstigeren Modellen.

Die Schwächen sind klar: Der Preis von rund 255 Euro ist hoch. Wer nicht täglich oder auf langen Touren fährt, wird den Mehrwert gegenüber günstigeren Modellen kaum ausreizen. Mit 1,8 kg ist der Kriega zudem der schwerste Rucksack im Vergleich. Laptopfach und Helmfach fehlen.

Fazit: Der Kriega R25 ist für Fahrer, die einen Rucksack fürs Leben suchen. Wenn du täglich fährst, lange Touren machst und maximale Qualität schätzt, ist er jede Investition wert. Für Gelegenheitsfahrer ist er überdimensioniert.

HYC00 Motorradrucksack — Der Budget-Einsteiger

Der HYC00 Motorradrucksack ist mit rund 45 Euro das günstigste Modell in diesem Vergleich. Aber Vorsicht vor voreiligen Schlüssen — für die Zielgruppe, für die er gemacht ist, kann er genau das Richtige sein.

Das Konzept des HYC00 richtet sich an Einsteiger und Gelegenheitsfahrer, die einen Rucksack für gelegentliche Fahrten suchen. Mit einem Volumen von etwa 20 bis 25 Litern bietet er ausreichend Platz für eine Tagesausfahrt. Das integrierte Helmfach ist ein nettes Feature in dieser Preisklasse — normalerweise musst du deutlich mehr bezahlen, um den Helm am Rucksack transportieren zu können.

Mit 730 Gramm ist der HYC00 der leichteste Rucksack im Vergleich. Das macht ihn besonders für Fahrer attraktiv, die das Gewicht auf dem Rücken minimieren wollen. Reflektierende Elemente erhöhen die Sichtbarkeit bei Nacht und Regen — ein wichtiges Sicherheitsfeature, das leider nicht selbstverständlich ist.

Die Schwächen liegen bei der Wasserdichtigkeit: Der HYC00 ist nur wasserabweisend, nicht wasserdicht. Bei starkem Regen wird der Inhalt feucht. Auch nutzt er einen Reißverschluss statt eines Rolltops, was eine weitere Schwachstelle bei Regen darstellt. Die Materialqualität ist die geringste im Vergleich — dünnere Gurte, leichteres Gewebe und weniger robuste Verschlüsse.

Der Tragekomfort ist für kurze Fahrten ausreichend, aber auf längeren Touren merkt man, dass das Gurtsystem nicht das Niveau von SW-Motech oder Kriega erreicht. Das Laptopfach ist vorhanden, aber dünn gepolstert.

Fazit: Der HYC00 ist ein fairer Budget-Rucksack für Einsteiger und Gelegenheitsfahrer. Wenn du nur gelegentlich fährst, keinen hohen Wert auf absolute Wasserdichtigkeit legst und ein Helmfach möchtest, ist er eine vernünftige Wahl. Für ernsthafte Biker empfehle ich jedoch mindestens den Büse oder OG Original.

Motorrad-Rucksack Kaufberatung: 6 Kriterien für den richtigen Kauf

Kaufberatung: Worauf du beim Motorrad-Rucksack achten solltest

Die Wahl des richtigen Motorrad-Rucksacks hängt von mehreren Faktoren ab. In dieser Kaufberatung helfe ich dir, die Entscheidung zu treffen, die zu deinem Fahrstil, deinem Budget und deinen Anforderungen passt.

Wasserdichtigkeit: Rolltop vs. Reißverschluss

Das ist das wichtigste Kriterium bei einem Motorrad-Rucksack. Es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen wasserabweisend und wasserdicht, den viele Käufer übersehen. Wasserabweisend bedeutet, dass das Material Oberflächenwasser eine Weile abwehrt, aber bei anhaltendem Regen Feuchtigkeit durchdringt. Wasserdicht bedeutet, dass auch bei Starkregen kein Tropfen durchkommt.

Der Schlüssel liegt im Verschluss: Ein Rolltop-Verschluss, bei dem die Öffnung mehrfach umgeklappt und verschlossen wird, ist die einzige Bauform, die echte Wasserdichtigkeit garantiert. Modelle wie der SW-Motech Daily WP, der Büse 30L und der Kriega R25 nutzen dieses Prinzip. Ein Reißverschluss, egal wie beschichtet, lässt immer Feuchtigkeit durch — das ist physikalisch bedingt.

Das Material ist der zweite Faktor. TPU (beim SW-Motech) und Tarpaulin (beim Büse) sind echte Wassersperren. Beschichtetes Polyester oder Nylon ist nur wasserabweisend. Wenn du bei jedem Wetter fährst, investiere in einen Rucksack mit Rolltop und TPU oder Tarpaulin.

Volumen: Wie viel Liter brauchst du wirklich?

Das passende Volumen hängt vom Einsatzgebiet ab. Hier sind meine Empfehlungen aus der Praxis:

  • 20 bis 25 Liter: Ausreichend für Pendler, Tagesausflüge und kurze Strecken. Laptop, Regenjacke, Trinkflasche und Snacks passen hier rein. Der SW-Motech Daily WP (22L) und der Kriega R25 (25L) fallen in diese Kategorie.
  • 30 bis 35 Liter: Ideal für Wochenendtouren und Übernachtungstrips. Ein Satz Wechselkleidung, Kulturbeutel und Grundausstattung finden Platz. Der Büse 30L trifft diesen Sweet Spot.
  • 35 bis 45 Liter: Für mehrtägige Touren und Fahrten mit viel Gepäck. Der OG Original GetAway mit erweiterbarem Volumen ist hier die Referenz.

Über 45 Liter würde ich am Motorrad nicht empfehlen — der Rucksack wird zu groß, beeinflusst die Aerodynamik negativ und kann beim Fahren stören. Für mehr Stauraum sind Satteltaschen oder ein Tankrucksack die bessere Lösung.

Tragekomfort: Gurte, Polsterung und Ergonomie

Der Tragekomfort ist sicherheitsrelevant. Ein Rucksack, der bei Tempo 150 verrutscht, kann dich in der Kurve ablenken oder sogar das Gleichgewicht beeinflussen. Die wichtigsten Elemente:

Brustgurt und Hüftgurt sind Pflicht. Sie fixieren den Rucksack am Körper und verhindern, dass er in Kurven wandert. Der SW-Motech und der Kriega bieten hier die besten Gurtsysteme im Vergleich. Der HYC00 hat zwar Gurte, aber die Qualität und der Halt sind spürbar schlechter.

Gepolsterte Schultergurte und ein atmungsaktives Rückenteil verhindern Schweißbildung und Druckstellen. Auch hier liegt der Kriega vorn, gefolgt vom SW-Motech. Beim Büse und OG Original ist die Polsterung ordentlich, aber nicht auf Premium-Niveau.

Material: Tarpaulin, TPU, Cordura und Polyester im Vergleich

Das Material bestimmt Robustheit, Gewicht und Wasserdichtigkeit:

MaterialWasserdichtAbriebfestGewichtEinsatz
TPUJaHochMittelSW-Motech Daily WP
TarpaulinJaSehr hochMittelBüse 30L
CorduraNein*Sehr hochHochKriega R25
PolyesterNeinMittelNiedrigHYC00, OG GetAway

*Das Hauptfach des Kriega ist durch den Rolltop wasserdicht, das Außenmaterial aber nicht.

Cordura ist das abriebfesteste Material und hält Reibung und Stürzen am besten stand. TPU bietet die beste Kombination aus Wasserdichtigkeit und Haltbarkeit. Tarpaulin ist extrem robust und komplett wasserdicht, aber etwas schwerer. Polyester ist leicht und günstig, aber die geringste Qualität.

Aerodynamik: Warum der Rucksack nicht flattern darf

Die Aerodynamik ist ein oft übersehenes Kriterium. Ein Rucksack, der über den Helm ragt oder bei Tempo flattert, erzeugt Luftwiderstand und kann zu Ermüdung führen. Hartschalen-Rucksäcke wie der OG Original verteilen den Luftstrom besser als Weichschalen. Kompressionsgurte, wie beim Büse, halten den Rucksack kompakt und reduzieren Verwirbelungen.

Mein Tipp: Packe schwere Gegenstände nach unten, nah am Rücken. Leichte Sachen wie Kleidung kommen nach oben. So bleibt der Schwerpunkt niedrig und der Rucksack ruht ruhig am Rücken, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Mehr dazu im Ratgeber Motorrad-Gepäck richtig packen.

Sicherheit: Reflektoren und Diebstahlschutz

Reflektierende Elemente erhöhen deine Sichtbarkeit bei Nacht und Regen erheblich. Der OG Original und der HYC00 bieten die besten Reflektor-Lösungen im Vergleich. Der Büse verzichtet komplett auf Reflektoren — ein klarer Minuspunkt.

Ein Anti-Diebstahl-Fach, wie beim OG Original, schützt Wertsachen auf Rastplätzen. Wenn du deine Ausrüstung am Motorrad lassen musst, ist dies ein wertvolles Feature.

Fazit: Welcher Motorrad-Rucksack ist der richtige für dich?

Nachdem ich alle fünf Modelle verglichen habe, ist meine Empfehlung klar:

PlatzRucksackPreisBeste für
1SW-Motech Daily WP 22Lca. 140 €Premium-Qualität & Alltag
2OG Original GetAway 35Lca. 52 €Preis-Leistung & Volumen
3Büse Rucksack 30Lca. 80 €Robuste Allrounder
4Kriega R25ca. 255 €Premium-Tourenfahrer
5HYC00 Motorradrucksackca. 45 €Einsteiger

Der Testsieger SW-Motech Daily WP 22L bietet die beste Materialqualität, ist zu 100 Prozent wasserdicht und mit dem Laptopfach auch für Pendler ideal. Wer Qualität sucht und bereit ist, rund 140 Euro zu investieren, macht hier nichts falsch.

Der Preis-Tipp OG Original GetAway 35L ist das unschlagbare Preis-Leistungs-Angebot. Für 52 Euro bekommst du 45 Liter Volumen, ein Helmfach, eine Hartschale und Reflektoren. Wenn du Volumen und Features pro Euro maximieren willst, ist dies deine Wahl.

Der Büse Rucksack 30L ist die ehrliche Mittelschicht: absolut wasserdicht, leicht, robust und mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer keinen Schnickschnack will, sondern einen Rucksack, der einfach funktioniert, ist hier richtig.

Der Kriega R25 ist die Premium-Wahl für Anspruchsvolle. Wer täglich fährt, lange Touren plant und einen Rucksack fürs Leben sucht, findet hier die höchste Material- und Verarbeitungsqualität im Vergleich — zu einem entsprechenden Preis.

Der HYC00 Motorradrucksack ist der faire Budget-Rucksack für Einsteiger. Für gelegentliche Fahrten und kurze Strecken ausreichend, mit Helmfach und Reflektoren — aber ohne die Wasserdichtigkeit und Materialqualität der teureren Modelle.

Welcher Rucksack am Ende der richtige für dich ist, hängt von deinem Fahrprofil ab. Ich hoffe, dieser Motorrad-Rucksack Vergleich hat dir bei der Entscheidung geholfen. Weitere Vergleiche, Einzeltests und Ratgeber rund um Motorrad-Ausrüstung und Gepäck findest du auf kurveeins.de — deinem Motorrad-Magazin.

Wenn du es lieber ohne Rucksack probieren möchtest, schau dir auch unseren Test der Rhinowalk Satteltaschen an. Für Camping-Touren lohnt sich außerdem unsere Motorrad-Camping Packliste für Anfänger.

SW-Motech Daily WP 22L (Testsieger) OG Original GetAway 35L (Preis-Tipp) Büse Rucksack 30L Kriega R25 HYC00 Motorradrucksack
SW-Motech Daily WP 22L (Testsieger)
OG Original GetAway 35L (Preis-Tipp)
Büse Rucksack 30L
Kriega R25
HYC00 Motorradrucksack
4.5/5
ca. 140-160€
4.3/5
ca. 52€
4/5
ca. 80€
4.2/5
ca. 255€
3.5/5
ca. 45€
Volumen 22 L 35/45 L 30 L 25 L ~20-25 L
Wasserdichtigkeit 100% wasserdicht Wasserabweisend 100% wasserdicht 100% wasserdicht Wasserabweisend
Verschluss Rolltop Reißverschluss Rollverschluss Rolltop Reißverschluss
Material TPU Polyester (Hartschale) Tarpaulin Cordura Polyester
Gewicht 1.700 g ~1.450 g 880 g 1.800 g ~730 g
Helmfach
Laptopfach Ja (15 Zoll)
Testbericht
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Empfehlung
SW-Motech Daily WP 22L (Testsieger)

SW-Motech Daily WP 22L (Testsieger)

4.5/5
ca. 140-160€
  • 100 % wasserdicht dank verschweißtem TPU und Rolltop
  • Herausnehmbares Laptopfach für 15-Zoll-Notebooks
  • Molle-System zur individuellen Erweiterung
  • Ergonomisches Gurtsystem mit Brust- und Hüftgurt
  • Hochwertige Materialqualität und saubere Verarbeitung
Empfehlung
OG Original GetAway 35L (Preis-Tipp)

OG Original GetAway 35L (Preis-Tipp)

4.3/5
ca. 52€
  • Erweiterbar von 35 auf 45 Liter
  • Integriertes Helmfach und Helmnetz
  • Hartschale schützt empfindliche Ausrüstung
  • Anti-Diebstahl-Fach für Wertsachen
  • Reflektierende Elemente für bessere Sichtbarkeit
Büse Rucksack 30L

Büse Rucksack 30L

4/5
ca. 80€
  • 100 % wasserdicht durch Tarpaulin-Material
  • Mit 880 g sehr leicht
  • Rollverschluss und Kompressionsgurte
  • Brust- und Hüftgurt für sicheren Sitz
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Kriega R25

Kriega R25

4.2/5
ca. 255€
  • Premium-Cordura-Material extrem abriebfest
  • Wasserdichtes Hauptfach mit Rolltop
  • Hydrapak-kompatibel für Trinksysteme
  • Hervorragender Tragekomfort durch Ergonomie
  • Langlebige Verarbeitung auf Premium-Niveau
HYC00 Motorradrucksack

HYC00 Motorradrucksack

3.5/5
ca. 45€
  • Günstigster Rucksack im Vergleich
  • Integriertes Helmfach
  • Reflektierende Elemente
  • Mit ca. 730 g sehr leicht
  • Laptopfach vorhanden

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welcher Motorrad-Rucksack ist der beste?

Der Testsieger ist der SW-Motech Daily WP 22L. Er bietet das beste Gesamtpaket aus Wasserdichtigkeit, Tragekomfort und Materialqualität. Wer Geld sparen möchte, greift zum OG Original GetAway 35L als Preis-Tipp mit 45 Litern Volumen und Helmfach.

Wie viele Liter sollte ein Motorrad-Rucksack haben?

Für Tagesausflüge und das Pendeln reichen 20 bis 25 Liter. Für Wochenendtouren empfehle ich 30 bis 45 Liter. Über 45 Liter wird der Rucksack am Motorrad unhandlich und beeinflusst die Aerodynamik negativ.

Sind Motorrad-Rucksäcke wasserdicht?

Nicht alle. Modelle mit Rolltop-Verschluss aus TPU oder Tarpaulin (wie SW-Motech Daily WP, Büse 30L und Kriega R25) sind 100 Prozent wasserdicht. Rucksäcke mit Reißverschluss sind meist nur wasserabweisend, auch wenn das Material beschichtet ist.

Was kostet ein guter Motorrad-Rucksack?

Die Preisspanne reicht von ca. 45 € für den HYC00 Einsteiger-Rucksack bis zu ca. 255 € für den Kriega R25 Premium-Rucksack. Ein solider Allrounder wie der SW-Motech Daily WP kostet rund 140 € und bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Premium-Segment.

Kann man mit einem Motorrad-Rucksack den Helm transportieren?

Einige Modelle verfügen über ein integriertes Helmfach oder Helmnetz, etwa der OG Original GetAway 35L und der HYC00. Bei den meisten Premium-Rucksäcken wie SW-Motech und Kriega steht der Stauraum für Ausrüstung im Vordergrund, nicht der Helmtransport.

Darf man beim Motorradfahren einen Rucksack tragen?

Ja, es gibt keine gesetzliche Pflicht gegen Rucksäcke beim Motorradfahren. Wichtig ist, dass der Rucksack eng am Körper sitzt, nicht verrutscht und die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Brust- und Hüftgurte sind hier entscheidend für die Sicherheit.

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