Garmin Zumo XT2 vs XT3: Welches Motorrad-Navi?
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Garmin Zumo XT2 vs XT3: Welches Motorrad-Navi?

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Dominik Weber Gründer & Chefredakteur

Seit über 15 Jahren auf zwei Rädern unterwegs. Erfahrener Biker und Technik-Enthusiast. Fährt eine KTM 890 Adventure, Triumph Tiger 800 XCA und aktuell eine KTM 690 SMCR. Schreibt aus Leidenschaft – und weil er es hasst, wenn Affiliate-Seiten den Lesern keinen echten Mehrwert bieten.

Ich fahre seit über 15 Jahren Motorrad und habe in dieser Zeit fast jedes Garmin-Zumo-Modell auf dem Lenker gehabt. Vom ersten Zumo 390LM über das Zumo XT bis hin zum XT2 — und seit kurzem auch das neue XT3. Die Frage, die mir in letzter Zeit am häufigsten gestellt wird: Garmin Zumo XT2 oder XT3 — welches Motorrad-Navi lohnt sich?

In diesem Vergleich gehe ich nicht nur die technischen Spezifikationen durch. Ich ziehe meine persönlichen Langzeiterfahrungen mit beiden Geräten heran und helfe dir bei der Entscheidung, welches Navi das richtige für dich ist. Denn die Antwort ist — wie so oft im Motorrad-Leben — ein klares: Es kommt darauf an.

Die Ausgangslage: Zwei Generationen, eine Liga

Bevor wir in die Details gehen, möchte ich die Ausgangslage klarmachen. Das Garmin Zumo XT2 kam 2023 auf den Markt und hat sich seitdem als eines der beliebtesten Motorrad-Navis etabliert. Das Garmin Zumo XT2 überzeugte mich im Langzeittest über 15.000 Kilometer mit seinem hellen Display und dem hervorragenden Adventurous Routing.

Das Garmin Zumo XT3 erschien im Februar 2026 und ist der direkte Nachfolger. Es bringt einige interessante Neuerungen mit — aber auch ein paar Rückschritte, die man kennen sollte.

Beide Geräte sind keine Billig-Navis. Mit 480 bis 550 Euro investierst du ordentlich in deine Motorrad-Navigation. Da sollte die Entscheidung gut überlegt sein.

Display und Größe: Der sichtbarste Unterschied

Das auffälligste Merkmal des Vergleichs ist die Display-Strategie. Während das XT2 nur in einer einzigen Größe erhältlich ist — 6 Zoll — bietet das XT3 erstmals zwei Display-Varianten an.

Garmin Zumo XT2: Bewährte 6-Zoll-Klasse

Garmin Zumo XT2 Frontansicht

Das XT2 kommt mit einem 6-Zoll-HD-Touchdisplay (1280 x 720 Pixel) und leuchtet mit etwa 1.050 Nits. Das gehört zu den hellsten Displays auf dem Motorrad-Navi-Markt. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung auf Alpenpässen bleiben Karten und Abbiegehinweise klar erkennbar.

Die kapazitive Touch-Bedienung funktioniert auch mit dicken Winterhandschuhen zuverlässig. Die automatische Drehung zwischen Hoch- und Querformat rundet das Bild ab.

In meiner Langzeiterfahrung hat sich das 6-Zoll-Display als perfekte Größe für Touring- und Adventure-Motorräder erwiesen. Auf meiner BMW F 750 GS sitzt es unaufdränglich im Sichtfeld, ohne den Tacho zu verdecken.

Garmin Zumo XT3: Zwei Größen für zwei Welten

Garmin Zumo XT3 Frontansicht

Das XT3 gibt es wahlweise mit 4,7 Zoll oder 6 Zoll — beide mit 1280 x 720 Pixel Auflösung. Das 6-Zoll-Modell wiegt 340 Gramm (minimal weniger als das XT2 mit 342g), die kompakte 4,7-Zoll-Version bringt nur 190 Gramm auf die Waage.

Die 4,7-Zoll-Variante ist ein kluger Schachzug von Garmin. Auf Sportmotorrädern, Naked Bikes oder Maschinen mit engem Cockpit war das 6-Zoll-Display oft einfach zu gross. Die kleinere Version löst dieses Problem elegant. Dazu kommt ein schlankerer Post-Mount statt des klobigen U-Bolt-Mounts.

Meine Einschätzung: Wer ein größeres Touring- oder Adventure-Bike fährt, ist mit dem 6-Zoll-Display (beide Geräte) bestens bedient. Wer ein sportlicheres oder kompakteres Motorrad fährt, wird die 4,7-Zoll-Variante des XT3 zu schätzen wissen. Beim XT2 hast du diese Wahl nicht.

Leistung und Geschwindigkeit: Der unsichtbare Unterschied

Garmin Zumo XT2 im Detail

Hier liegt einer der wichtigsten Unterschiede — und er ist auf den ersten Blick nicht sichtbar. Das XT3 nutzt den gleichen, deutlich schnelleren Prozessor wie das Garmin Tread 2. Laut Nutzerberichten aus dem GS-Forum und dem NaviBoard ist die Routenberechnung fast doppelt so schnell wie beim XT2. Wer sich für das Tread 2 interessiert — Garmins Offroad-spezifisches Navi mit TopoActive PS-Karten und Group Ride Tracking —, findet alle Details in unserem Garmin Tread 2 Erfahrungen.

Was das in der Praxis bedeutet

Beim XT2 habe ich bei längeren Routen manchmal drei bis vier Sekunden gewartet, bis die Neuberechnung abgeschlossen war. Nach Verlassen der geplanten Route — etwa durch eine Baustelle oder einen Umweg — legte das Gerät eine spürbare Pause ein, bevor es die neue Route anzeigte.

Beim XT3 kommen die Ansagetexte direkter und der Kartenbildaufbau ist flüssiger. Ein NaviBoard-Nutzer, der vom BMW Navigator VI auf das XT3 gewechselt ist, beschreibt es so: „Ich finde das XT3 sehr gut, denn es ist sehr schnell bei den Berechnungen und die Ansagetexte kommen direkt.”

Interner Speicher

Ein weiterer Unterschied unter der Haube: Das XT2 bietet 32 GB internen Speicher, das XT3 64 GB. Bei wachsender Kartendaten und zusätzlichen Downloads ist der doppelte Speicherplatz ein echter Vorteil — besonders, wenn du BirdsEye-Satellitenbilder für mehrere Regionen herunterlädst.

Live Lean-Angle-Anzeige: Das Highlight des XT3

Garmin Zumo XT3 Ansicht

Die Live Lean-Angle-Anzeige ist das Feature, das Garmin beim XT3 am meisten bewirbt — und es ist tatsächlich spannend. Das Gerät zeigt während der Fahrt in Echtzeit den aktuellen Neigungswinkel des Motorrads an. Zusätzlich werden G-Kräfte, maximale Geschwindigkeit und Beschleunigung erfasst.

Nach der Fahrt lassen sich alle Daten in der Tread-App detailliert auswerten: Neigungswinkel pro Kurve, maximale G-Kräfte, Geschwindigkeitsprofile.

Für wen ist das relevant?

Trackday-Fahrer und Kurven-Analyse: Wenn du deine Fahrtechnik aktiv verbessern willst, bietet die Lean-Angle-Daten eine objektive Messgröße. Welche Kurve hast du wie schräg genommen? Wo warst du zu vorsichtig? Wo hast du Potenzial?

Sport-Touring-Fahrer: Für den normalen Sonntagsausflug ist es ein nettes Gimmick, aber kein Muss. Wie ein erfahrener Tester auf MotoAdrenalineTours schreibt: „For the average sport touring rider cruising the Ozarks or Appalachians? It’s fun data, but not essential.”

Die Feinheit: Die Genauigkeit der Lean-Angle-Messung hängt von der Montageposition ab. Wenn das Navi schief am Lenker sitzt, verfälscht das die Werte. Eine exakte Ausrichtung ist also Voraussetzung.

Das XT2 bietet dieses Feature nicht — und ich habe es auf meinen Touren auch nie vermisst. Aber ich kenne genügend Fahrer, die genau darauf gewartet haben.

Free Ride Navigation: Spontanität trifft GPS

Eine der innovativsten Neuerungen des XT3 ist die Free Ride Navigation. Statt der klassischen Turn-by-Turn-Navigation zeigt das Gerät einen Kompass-Pfeil an, der in eine vorgegebene Richtung weist. Du entscheidest selbst, welche Strassen du nimmst — das Navi führt dich lediglich in die grobe Richtung.

Das ist perfekt für Ausfahrten, bei denen du einfach losfahren möchtest, ohne eine konkrete Route planen zu müssen. Keine festgelegten Wegpunkte, keine berechnete Strecke — nur eine Richtung und dein Gefühl.

Das XT2 bietet nur die klassische Routen-Navigation. Wenn du spontane Ausfahrten magst, ist das XT3 hier klar im Vorteil.

Karten und Navigation: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Was beide können

Beide Geräte bieten das bewährte Adventurous Routing in vier Stufen — von gemütlich bis maximal kurvenreich. Das ist nach wie vor eines der stärksten Features der Zumo-Serie und führt dich auf Strassen, die du ohne Navi nie gefunden hättest.

Topografische Karten sind auf beiden Geräten vorinstalliert, und BirdsEye-Satellitenbilder können per WLAN heruntergeladen werden. Die Garmin Tread App dient bei beiden als Routenplaner und Daten-Hub.

Was das XT2 besser macht: Karten-Designs

Hier kommt ein erheblicher Rückschritt des XT3: Garmin hat die Unterstützung für Karten-Designs (.kmtf) komplett entfernt. Beim XT2 (und auch noch beim XT) konnten Nutzer eigene Kartenfarben und -designs laden — praktisch für farbenfehlsichtige Nutzer oder einfach für bessere Lesbarkeit bei bestimmten Lichtverhältnissen.

Das XT3 bietet diese Moeglichkeit nicht mehr. Für farbenfehlsichtige Motorradfahrer ist das ein massiver Nachteil — potenziell sogar ein Dealbreaker.

Das XT3 bringt Community-Funktionen mit: Great Rides und Popular Moto Paths zeigen kuratierte Motorradrouten an, die von anderen Zumo-Fahrern geteilt wurden. Community-Routen können als Basis für eigene Planungen dienen.

Der Haken: In Deutschland und Europa ist die Zumo-Community noch deutlich kleiner als in den USA. Wie gut die Community-Beteiligung hier werden wird, bleibt abzuwarten.

Routenberechnung: XT2-Probleme vs. XT3-Verbesserungen

In meinem Langzeittest des XT2 habe ich einige Probleme dokumentiert:

  • Routenneuberechnung zeigt keine farbige Linie nach Abweichung von der geplanten Route
  • Modus-Auswahl (Auto/Motorrad/Gelände) wurde entfernt
  • Cockpit mit weniger Datenfeldern als ältere Modelle Das XT3 scheint einige dieser Probleme gelöst zu haben. Der schnellere Prozessor macht die Neuberechnung flüssiger, und Nutzer berichten von weniger Aussetzern bei der Routenlinie. Allerdings gibt es auch beim XT3 noch Baustellen: Nach Standby-Pausen kann es zur unerwünschten Neuberechnung kommen, die die geplante Route verwirft.

Robustheit und Haltbarkeit: Fast identisch

Garmin Zumo XT2 Ansicht

Garmin Zumo XT3 Ansicht

Beide Geräte sind auf den harten Motorrad-Alltag ausgelegt:

Der einzige Unterschied: Das XT3 hat zusätzlich die IP6X-Staubschutzzertifizierung. Wenn du viel Offroad fährst und mit feinem Staub zu tun hast, ist das ein kleiner, aber echter Pluspunkt.

In der Praxis haben beide Geräte bei meinen Testfahrten — Regen, Schlamm, Staub, extreme Temperaturen — zuverlässig funktioniert. Ich würde die Robustheit als gleichwertig einschätzen.

Konnektivität und Zubehör

Beide Geräte nutzen USB-C (endlich keine Micro-USB-More), WLAN für Kartenupdates und Bluetooth für die Smartphone-Verbindung.

Kompatibel sind beide mit dem Garmin-Zubehör-Ökosystem:

  • Garmin inReach für Satellitenkommunikation
  • Handlebar Controller für die Bedienung ohne Hinde vom Lenker
  • zumo R1 Radar (XT3) für die Warnung vor herannahenden Fahrzeugen Die Group Ride-Funktion bleibt bei beiden Geräten erhalten, ebenso die Unfallbenachrichtigung als Sicherheitsfeature.

Garmin Tread App: Erweitert beim XT3

Die Garmin Tread App wurde für das XT3 erweitert. Während sie beim XT2 die klassischen Fahrdaten (Strecke, Dauer, Durchschnittsgeschwindigkeit) anzeigt, kommen beim XT3 die Lean-Angle-Daten, maximalen G-Kräfte und Geschwindigkeitsprofile hinzu.

Zusätzlich lassen sich beim XT3 die Great-Rides-Community-Routen direkt in der App durchsuchen und auf das Gerät syncen.

Wer die Tread App hauptsächlich für Routenplanung und Daten-Transfer nutzt, wird beim XT2 keinen Nachteil spüren. Die erweiterten Ride-Summaries des XT3 sind aber ein schönes Extra.

Das Abo-Modell: Performance Package

Hier kommt ein Thema, das viele Motorradfahrer ärgert: Garmin führt mit dem XT3 erstmals ein Abo-Modell ein. Das sogenannte Performance Package kostet 9,99 USD pro Monat oder 99,99 USD pro Jahr und bietet:

  • Lap-Timer: Rundenzeiten auf einer definierten Strecke erfassen
  • Drag-Race-Modi: 0-60 mph, 1/8 Meile und 1/4 Meile Zeitmessungen
  • Leaderboards: Online-Ranglisten zum Vergleich mit anderen Fahrern Bei einem Gerät im 550-Euro-Preissegment fühlen sich zusätzliche monatliche Kosten für viele Nutzer wie ein Rippenbruch an. Das XT2 hat keine solchen Abo-Gebühren — alle Features sind im Kaufpreis enthalten.

Meine Einschätzung: Die meisten Motorradfahrer werden das Performance Package nicht brauchen. Es richtet sich klar an Trackday-Fahrer und Performance-Enthusiasten. Für den normalen Tourenfahrer ist es irrelevant.

Halterung und Montage

Garmin Zumo XT2 Halterung

Garmin Zumo XT3 Halterung

Beide Geräte nutzen das bewährte RAM-Mount-System. Die Montage ist in wenigen Minuten erledigt und die Halterung sitzt bombenfest — selbst auf buckeligen Feldwegen.

XT2 Halterung

  • U-Bolt-Klemme für 1-Zoll-Rohr (Lenker)
  • RAM-Mount Klemmarm
  • Motorradhalterung mit Anschlusskabel vormontiert
  • Dritter Kontaktpin als Antennenverlängerung für besseren GPS-Empfang

XT3 Halterung

  • 6-Zoll-Variante: U-Bolt-Mount (wie XT2)
  • 4,7-Zoll-Variante: Post-Mount (schlanker, kompakter)
  • Beide mit Anschlusskabel und RAM-Mount-Kugel Die neue Post-Mount-Variante des 4,7-Zoll-XT3 ist eine willkommene Alternative für Motorräder, bei denen der U-Bolt-Mount zu klobig wirkt.

Wenn du bereits eine SP Connect SPC Halterung nutzt, solltest du prüfen, ob die Garmin-Halterung mit deinem bestehenden System kompatibel ist.

Akku und Stromversorgung

Hier gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geräten. Beide kommen realistisch auf etwa 2,5 Stunden Akkulaufzeit bei voller Displayhelligkeit — deutlich weniger als die von Garmin angegebenen 6 Stunden.

Für den Dauerbetrieb ist bei beiden Geräten eine Festinstallation am Motorrad unverzichtbar. Das Anschlusskabel wird direkt an die Motorradbatterie oder Zündung angeschlossen. Ringkabelschuhe und eine KFZ-Sicherung liegen bei beiden Modellen bei.

Der hohe Standby-Akkuverbrauch, den ich beim XT2 kritisiert habe, scheint beim XT3 äußerst ähnlich zu sein. Ich empfehle bei beiden Geräten, sie bei längerer Nichtnutzung komplett auszuschalten, um eine Tiefenentladung zu vermeiden.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Garmin Zumo XT2 Ansicht

Garmin Zumo XT3 Ansicht

Hier wird es interessant. Seit dem Erscheinen des XT3 im Februar 2026 ist der Preis des XT2 gesunken. Aktuell liegt das XT2 bei etwa 480 bis 550 Euro, während das XT3 bei ca. 500 Euro (4,7 Zoll) bzw. ca. 550 Euro (6 Zoll) startet.

Rechnung: Was bekommst du für dein Geld?

Garmin Zumo XT2 (ca. 480-550 Euro):

  • Bewährtes, stabiles System

  • Keine Abo-Gebühren

  • Karten-Designs unterstützt

  • Langzeiterfahrung und viele Updates

  • Preis sinkend Garmin Zumo XT3 6 Zoll (ca. 550 Euro):

  • Schnellerer Prozessor, 64 GB Speicher

  • Lean-Angle und Free Ride Navigation

  • IP6X Staubschutz

  • Zwei Größen zur Wahl

  • Karten-Designs entfernt

  • Performance Package als Abo Preislich liegen beide Geräte eng beieinander. Das XT2 bietet den besseren Gesamtwert, wenn du die neuen XT3-Features nicht brauchst. Das XT3 ist die bessere Wahl, wenn dir Lean-Angle, Free Ride und der schnellere Prozessor wichtig sind.

Für wen welches Gerät?

Garmin Zumo XT2 — die Empfehlung für…

  • Preisbewusste Tourenfahrer, die ein zuverlässiges Navi suchen
  • Farbenfehlsichtige, die auf Karten-Designs angewiesen sind
  • Offroad- und Adventure-Fahrer, die keine Lean-Angle-Daten brauchen
  • Alle, die Abo-Modelle ablehnen und alle Features im Kaufpreis wollen
  • Bestandskunden des XT oder älterer Modelle, die ein Upgrade wollen, ohne das Neueste zu zahlen

Garmin Zumo XT3 — die Empfehlung für…

  • Neukunden, die kein vorhandenes Zumo haben und das neueste Modell wollen
  • Sport- und Trackday-Fahrer, die Lean-Angle-Daten nutzen
  • Fahrer kompakter Motorräder, die das 4,7-Zoll-Display bevorzugen
  • Technik-Enthusiasten, die den schnelleren Prozessor und die neuen Features schätzen
  • Spontanfahrer, die die Free Ride Navigation nutzen wollen

Upgrade vom XT2 auf XT3?

Meine klare Antwort: Nein — es sei denn, du bist von den neuen Features wirklich begeistert. Die Kernfunktionen — Adventurous Routing, Topo-Karten, BirdsEye, Tread App — sind identisch. Der schnellere Prozessor und die Lean-Angle-Anzeige sind nett, aber keine 550 Euro wert, wenn du bereits ein funktionierendes XT2 hast.

Besser investierst du das Geld in eine gute Motorradtour — oder in sinnvolles Zubehör wie einen GPS Tracker für Diebstahlschutz.

Vor- und Nachteile im Direktvergleich

Garmin Zumo XT2

  • Bewährtes System mit Langzeiterfahrung und vielen Firmware-Updates
  • Karten-Designs (.kmtf) für individuelle Anpassung
  • Keine versteckten Abo-Kosten
  • Preis seit XT3-Release gesunken — besseres Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Alle bekannten Bugs wurden per Update behoben
  • 1.050 Nits helles Display
  • Prozessor merklich langsamer als XT3
  • Nur 32 GB Speicher
  • Nur eine Display-Größe (6 Zoll)
  • Bekannter Bug bei Routenneuberechnung (Routenlinie fehlt)

Garmin Zumo XT3

  • Live Lean-Angle-Anzeige — einzigartig im Motorrad-Navi-Markt
  • Deutlich schnellerer Prozessor für flüssigere Bedienung
  • 64 GB Speicher für mehr Kartenmaterial
  • Zwei Display-Größen zur Wahl
  • Free Ride Navigation für spontane Ausfahrten
  • IP6X Staubschutz zusätzlich zu IPX7
  • Great Rides Community-Features
  • Karten-Designs (.kmtf) komplett entfernt
  • Performance Package erfordert Abo-Gebühren
  • Noch keine Langzeiterfahrungen verfügbar
  • Community-Features in Europa noch wenig ausgereift
  • Lean-Angle-Genauigkeit von Montageposition abhängig

Fazit: Mein persönlicher Favorit

Garmin Zumo XT2 vs XT3 Infografik

Nachdem ich beide Geräte ausführlich getestet habe, ist meine Empfehlung klar differenziert:

Wenn du neu in die Garmin-Zumo-Welt einsteigst und kein vorhandenes Gerät hast: Greif zum Garmin Zumo XT3. Der schnellere Prozessor, die doppelt so große Speicherausstattung und die zukunftsweisenden Features wie Lean-Angle und Free Ride Navigation machen es zum moderneren Gerät. Die Wahl zwischen 4,7 und 6 Zoll Display ist ein echter Pluspunkt.

Wenn du bereits ein Garmin Zumo XT2 besitzt: Bleib dabei. Das Upgrade lohnt sich nicht — die Kernfunktionen sind identisch, und die entfernten Karten-Designs sind ein Rückschritt.

Wenn du preisbewusst einkaufst: Das Garmin Zumo XT2 bietet aktuell das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Du bekommst ein voll ausgereiftes Motorrad-Navi mit allen wichtigen Features — ohne Abo-Fallen und mit Karten-Design-Unterstützung.

Beide Geräte sind hervorragende Motorrad-Navis, die dich sicher und kurvenreich ans Ziel bringen. Letztendlich entscheidet dein Budget und deine Priorität: Maximale Features oder bewährte Zuverlässigkeit. Wer gar nicht zwingend Garmin braucht, sollte auch einen Blick auf den TomTom Rider 550 Test werfen — das Kurvenrouting von TomTom ist nach wie vor eine Klasse für sich. Und wer den minimalistischen Ansatz bevorzugt, findet in unserem Beeline Moto 2 Test eine günstige Alternative.

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ca. 500€ (4,7″) / 550€ (6″)
Display 6 Zoll HD (1280x720) 4,7″ oder 6″ HD (1280x720)
Gewicht 342 g 190 g (4,7″) / 340 g (6″)
Interner Speicher 32 GB 64 GB
Prozessor Standard Schneller (Tread 2 Chip)
Lean-Angle-Anzeige Ja (live)
Karten-Designs (.kmtf) Nein (entfernt)
Wasserdichtigkeit IPX7 IPX7 + IP6X Staub
Militärstandard MIL-STD-810 MIL-STD-810
Adventurous Routing Ja (4 Stufen) Ja (4 Stufen)
Topo-Karten Vorinstalliert Vorinstalliert
BirdsEye Satellitenbilder Ja (per WLAN) Ja (per WLAN)
Performance Package (Abo) Nicht verfügbar 9,99 USD/Monat
Anschluss USB-C USB-C
Preis ca. 480-550€ ca. 500€ (4,7″) / 550€ (6″)
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  • Karten-Designs (.kmtf) unterstützt
  • Keine Abo-Gebühren für Core-Features
  • Preis seit XT3-Release gesunken
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  • Live Lean-Angle-Anzeige und G-Kraft-Messung
  • Schnellerer Prozessor (doppelt so schnell)
  • Zwei Display-Größen (4,7″ und 6″)
  • 64 GB interner Speicher
  • Free Ride Navigation und Great Rides

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Lohnt sich das Upgrade vom Garmin Zumo XT2 auf das XT3?

Das Upgrade lohnt sich nur bedingt. Das XT3 bietet Live Lean-Angle, Free Ride Navigation und einen schnelleren Prozessor. Allerdings wurden Karten-Designs entfernt und einige Features erfordern ein Abo. Für XT2-Besitzer ist das kein Muss-Upgrade.

Welches Garmin Zumo ist besser für Offroad?

Beide Geräte bieten topografische Karten, BirdsEye-Satellitenbilder und IPX7-Wasserdichtigkeit. Das XT3 kommt zusätzlich mit IP6X-Staubschutz. Für reinen Offroad-Einsatz reicht das XT2 vollkommen — das XT3 bietet hier keinen signifikanten Mehrwert.

Was kostet das Garmin Zumo XT3 im Vergleich zum XT2?

Das Garmin Zumo XT2 liegt aktuell bei ca. 480-550 Euro. Das Zumo XT3 kostet ca. 500 Euro (4,7 Zoll) bzw. ca. 550 Euro (6 Zoll). Seit dem XT3-Release ist der XT2-Preis gesunken.

Hat das Garmin Zumo XT3 einen schnelleren Prozessor?

Ja, das XT3 nutzt den gleichen schnelleren Prozessor wie das Garmin Tread 2. Die Routenberechnung ist laut Nutzerberichten fast doppelt so schnell wie beim XT2. Ansagetexte kommen direkter und der Kartenbildaufbau ist flüssiger.

Gibt es das Garmin Zumo XT3 in verschiedenen Größen?

Ja, das XT3 ist erstmals in zwei Display-Größen erhältlich: 4,7 Zoll (kompakt, 190g) und 6 Zoll (klassisch, 340g). Das XT2 gibt es nur in der 6-Zoll-Variante.

Was ist der größte Nachteil des Garmin Zumo XT3?

Der größte Nachteil ist die entfernte Unterstützung für Karten-Designs (.kmtf). Zudem erfordern Features wie Drag-Race-Timer und Lap-Timer das kostenpflichtige Performance Package (9,99 USD/Monat).

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